Freitag, 20. Januar 2017

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein

Barnser Flieger berichtet bei den LandFrauen Gerdau-Eimke
Zu der ersten Veranstaltung 2017 des LandFrauenvereins Gerdau- Eimke begrüßte die Vorsitzende Bettina Kaiser die wissbegierigen Landfrauen und den Referenten Andreas Scheerer aus Sprakensehl. Herr Scheerer ist der 1. Vorsitzende des Flugsportvereins Cumulus e.V. in Barnsen. Er berichtete von seiner großen Flugreise “Round
The World 2013“ – in 33 Tagen flog er zusammen mit einem Schweizer Fliegerkollegen um die Welt.
Schon von Kindesbeinen an saß Andreas Scheerer im Sportflugzeug, da auch sein Vater ein begeisterter Flieger ist. Er ist mit dieser Passion groß geworden. Nachdem er dann endlich den Motorflugschein in der Tasche hatte ging es auf Reisen.
Nach kürzeren Flügen innerhalb Europas lagen die Ziele weiter entfernt.
Unter anderem Florida, die Bahamas, Namibia und Südafrika wurden angeflogen. In Südafrika lernte Andreas Scheerer Bozidar Filipaj, einen Fliegerkollegen aus der Schweiz, kennen. Gemeinsam hatten sie ein Ziel: Einmal um die Welt mit dem Flugzeug!
Im Juni 2013 ging es mit der Piper Jet PROP DLX (Turbo 560PS) von Bozidar Filipaj vollgetankt und mit zusätzlich gefülltem Reservetank (für mehr Reichweite auf den Passagierplätze untergebracht) von der Schweiz aus los. Über Arabien, Indien, Singapur kamen sie zum südlichsten Punkt der Reise, nach Waad (Bali). Der Äquator wurde zweimal überquert. Als sie von Kobe (Japan) abflogen, gab es erste Probleme beim Fliegen. Zuerst gab Schwierigkeiten mit der Druckkabine, was zu einer niedrigeren Flughöhe, einem Abweichen von der eigentlichen Flugroute, höherem Kerosinverbrauch und Schwierigkeiten mit den Fluglotsen führte. Weitere Herausforderungen warteten auf die beiden Hobbypiloten: Später war die Vakuumpumpe defekt und zu guter Letzt fiel hin und wieder das GPS aus. Aber es konnte alles repariert werden, und es ging weiter. Weitere Widrigkeiten bestanden auch im Wetter. Es war nicht immer eitel Sonnenschein. Nebel, Regen und Eis behinderte hin und wieder die Sicht.
Über Alaska, Kanada, die USA, Grönland und Schottland ging es weiter zum Heimatflughafen. Dieser wurde nach 33 Tagen gesund und munter erreicht.
Andreas Scheerer zeigte den Landfrauen in seinem Vortrag interessante Bilder aus dem Cockpit, Aufnahmen aus dem Flugzeug von Landschaft und Städten. Aber besonders angesprochen haben dann doch auch die Fotos der Einheimischen und Gebäude (Gegensatz von Arm und Reich bzw. Alt und Neu ), die dort aufgenommen wurden, wo die beiden Station machten und kurze Rast einlegten. Einmalige Erlebnisse von purer Armut in Indien über ein sehr sicheres und sauberes Singapur, von schönstem Sonnenschein bis Unwetter, von Kontrollen durch das Militär bis zu Kontakten mit interessanten Weltenbummlern begleiteten Scheerer und Flilpaj auf ihrer Reise.
Nach 42.600 geflogenen Kilometern und 106,45 Stunden reiner Flugzeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 392 km/h sind die beiden Flieger mit ihrem Flug in die Liste der Weltumrundungen eingegangen. Es war erst der 181. Flug einer einmotorigen Maschine seit 1924, der die Welt umrundet hat.
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann jederzeit beim Flugsportverein Cumulus in Barnsen mit der Fliegerei starten. Sowohl die Segelflug- als auch die Motorflug-Ausbildung sind dort möglich. 

Die Landfrauen jedenfalls fanden den Vortrag sehr interessant und informativ, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Schon bald stehen die nächsten Veranstaltungstermine der Landfrauen an: Am 2. Februar findet um 14 Uhr die Generalversammlung im Gasthaus Wellmann in Gerdau statt. Nicole Ropella, Personal- und Business Coach aus Osterbinde, spricht zum Thema „Von der Kunst Nein sagen zu können!“. 

„Dorfleben zwischen Idyll und Illusion – unterschiedliche Sichtweisen des Landlebens“ ist der Vortrag von Ricarda Rabe, Pastorin für Landwirtschaft der evangelischen Landeskirche Hannover, betitelt. Dieser wird am 9. März 2017 um 19.30 Uhr ebenfalls im Gerdauer Gasthaus Wellmann stattfinden.

Text und Fotos: Sarah Schulz

Mittwoch, 18. Januar 2017

Tourismusverein hofft auf weitere Lila-Landart-Route

In diesem Jahr findet zum dritten Mal das Projekt Landart im Landkreis Uelzen statt und die Organisatoren hoffen, dass auch das Suderburger Land wieder mit dabei ist! Im Rahmen eines ersten Treffens am Mittwoch, dem 8. Februar ab 19 Uhr im Dorfcafé „Alte Schule“ Hösseringen sollen Mitstreiter gewonnen und Ideen gesammelt werden. Angedacht ist für dieses Jahr, die „Lila Route“ entlang des Waldgeschichtspfades Schooten
mit Ausgangspunkt am Museumsdorf Hösseringen verlaufen zu lassen. „Auf diese Weise können der künstlerische Ansatz von Landart und die touristische Inwertsetzung sowohl des Museumsdorfes als auch des schönen Lehrpfades durch einen historischen Waldbestand miteinander verknüpft werden“, so die Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land,
Christine Kohnke-Löbert. Die Gemeinde Suderburg habe bereits Unterstützung signalisiert und auch Bürgermeitser Hans-Hermann Hoff kann sich eine erneute Schirmherrschaft vorstellen.
Die „Lila Route“ 2015 verlief zwischen dem Dorfteich Hösseringen und dem Museumsdorf entlang des Ilmenauradweges. Aus dem Projekt erwuchs eine gemeinschaftlich initiierte Fotoausstellung, die 2016 im „Luther’s Carpe Diem“ in Suderburg und im Restaurant „Lässig“ in Uelzen gezeigt wurde.

Infos, Anmeldungen und Tipps gerne abliefern bei Christine Kohnke-Löbert, Tel. 0176 - 958 444 23, ckohnke@t-online.de.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Gekrönte Neubürger in Hösseringen

Bevor der Krönungsausschuss seine traditionelle Krönung vornahm, begann die Abendveranstaltung im „Hösseringer Hof“ mit einem deftigen Grünkohlessen. Um 22.30 Uhr betrat der Krönungsausschuss im schwarzen Anzug mit Zylinder den Saal. Nachdem er sich einen Überblick verschafft hatte, konnten drei Bürger ausgemacht werden, die die Kriterien für eine Krönung erfüllten. Nacheinander wurden Rüdiger Biernat, Elke Schiebler und Monika Brummelhop durch den Krönungsausschusses auf den Krönungsstuhl verfrachtet. Hier hieß es drei Prüfungen abzulegen: Karten spielen, Korn trinken und Zigarre rauchen.
Nach bestandener Prüfung krönte Helmut Gerken mit einem alten Feuerlöscheimer aus Leder die Neubürger im Namen des Rehbocks, des Kuckucks und des Kiebitz zu Hösseringer Bürgern. Ein kurzer Walzer schloss die Krönung ab.
Nach einem Ehrentanz und Lokalrunde durch die Neubürger wurde bis in die Morgenstunden gefeiert und an der Cocktailbar manch Drink zu sich genommen. Ein Gemeinsames Frühstück mit dem Krönungsausschuss am Sonntag beendete die Bauernrechnung in Hösseringen.

Montag, 9. Januar 2017

Der Hardausee im Mittelpunkt

Bürgerversammlung in Hösseringen mit 81 Teilnehmern
Der Hardausee stand auf der diesjährigen Bürgerversammlung im Mittelpunkt des Interesses der Hösseringer Bürger. Dass er erhalten bleibt und die dortige Infrastruktur weiterentwickelt werden soll, daran ließ Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz keinen Zweifel im gut besuchten großen Saal des Hauses
am Landtagsplatz. „Erhalt und Weiterentwicklung sind politisch beschlossen und stehen auf unserer Prioritätenliste weit oben. Unsere Arbeitsgruppe wird sich damit intensiv beschäftigen“, kündigte der Verwaltungschef an. Auch die Erneuerung der Spundwand werde ein Thema für die Arbeitsgruppe sein. Besonders beschäftigt hat die Badegäste im vorigen Jahr die Verkrautung des Sees. Schulz versprach, auch dies in den Haushaltsberatungen zu bedenken. „Wir wollen versuchen, Fördermittel einzuwerben. Rüdiger Lilje ist bereits am Rechnen“, bestätigte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der selbst Mitglied der Arbeitsgruppe ist.
Keine kurzfristige Lösung wird es für das „Steckenpferd“ geben. Hier sei der Eigentümer, ein Herr aus Lüneburg, gefragt. Man wolle aber das Gespräch mit ihm suchen.
Zum Auftakt der Sitzung beantwortete Schulz Fragen aus dem Vorjahr: Der Vorschlag, die Bücher im Haus des Gastes auch öffentlich zur Verfügung zu stellen, wurde gerne angenommen. Voraussetzung dafür sei allerdings die Unterbringung an einem öffentlichen Ort, denn das Haus des Gastes kann nicht durchgängig geöffnet werden. Die Schäden an der Straße Am Bruchfeld wurden in 2016 beseitigt, die Sanierung des Daller Weges dagegen musste aus finanziellen Gründen zurück gestellt werden.
In Sachen Gemeindehaushalt wird es in 2017 eine leichte Entspannung geben. Möglich wurde dies allerdings nur durch den Beschluss des Rates, die Steuern in der Gemeinde anzuheben. „Ansonsten hätten wir einen defizitären Haushalt und keinerlei Handlungsspielräume“, bestätigte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff. Die Entscheidung sei in einer „denkwürdigen Sitzung“ von allen Ratsmitgliedern getragen worden. In Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen sei zudem erreicht worden, die Zielvereinbarung zur Entschuldung der Samtgemeinde bis 2020 zu verlängern, möglicherweise könne die Entschuldung bis 2018 bewältigt werden.

Karsten Scherer, der die Versammlung leitete, erinnerte an die vielen Veranstaltungen und Aktionen des vergangenen Jahres. „Wir Hösseringer tun viel für die Pflege des Ortsbildes“, so Scherer, ein Beispiel sei das vom Förderkreis organisierte „Großreinemachen“, das immer besser angenommen werde. Darüber hinaus sind an der Bauernstraße Ruhebänke aufgestellt und am Teich Bäume gepflanzt worden. Auch rund ums Haus
des Gastes wurde Ordnung gemacht. Manfred Techmann kümmerte sich um die Erneuerung der Straßenschilder und viele Hösseringer Bürger sind an der Pflege der Verkehrsinseln beteiligt. Ratsmitglied Götz Schimmack sprach sich für den Erhalt der Veranstaltung am Ehrenmal zum Volkstrauertag aus. Ein großes Lob sprach Karsten Scherer dem Team vom Hardausee aus: „Der Kiosk ist ein super Anziehungspunkt geworden.“ Am Himmelfahrtstag werde es wieder die bewährten Sicherheitsmaßnahmen geben.
Obwohl Hösseringen als einziger Ortsteil der Gemeinde Einwohnerzuwächse zu verzeichnen hat - mit 574 Bürgern sind es derzeit immerhin zwölf Einwohner mehr als in 2011- warb Scherer um Mitarbeit in der Dorfjugend. Diese sei „doch etwas in die Jahre gekommen“, meinte er schmunzelnd. Vielleicht könnten hier ja die Studenten begeistert werden, von den 30 Wohneinheiten für Studierende sind derzeit 14 belegt.

Freitag, 16. Dezember 2016

Grüße aus der Eiszeit

Am Blauen Berg bei Suderburg

Eine sanfte Hügellandschaft zwischen Suderburg und Wrestedt bildet die Grenze des Suderburger Landes. Sie markiert den Randbereich des Eispanzers der Saale-Eiszeit, der vor rund 200.000 Jahren unsere Region bedeckte. 


Vor sich her schoben die Eismassen jede Menge Sand, Steine und Geröll - den Endmoränenzug, als dessen Teil wir heute den Blauen Berg, den Hornberg oder auch den Hundebornsberg kennen. Heute prägt ein Waldgebiet die Hügelkette. Vor noch nicht allzu langer Zeit sah es hier allerdings ganz anders aus, statt des lichten Waldbestandes, der heute beidseitig von Ackerflächen gerahmt wird, erstreckten sich endlose Heideflächen. Am Fuße des Blauen Berges erstreckt sich eine Kette von Teichen. Hier wurde der Schweinebach aufgestaut, um Fischteiche anzulegen. In der Mitte liegt eine kleine Insel, die von zierlichen Birken bestanden ist. Begrenzt werden die Teiche von einem hohen Dammweg durch die Niederung. 



Nicht weit von hier liegt eine Sandkuhle. Die freiliegende Sandkante lässt vermuten, dass hier auch in jüngerer Zeit noch Sand entnommen wurde und sie zeigt, uns, woraus der Blaue Berg besteht: Feiner gelber Sand, den die Eismassen hergebracht haben. Bei der langgestreckten Kuhle handelt es sich vermutlich um die alte „Megelkuhle bei Döhrmanns Schafstall“ handelt. Vom Schafstall ist jedoch keine Spur mehr zu finden. 

Freitag, 25. November 2016

Hurra, der Bauernmarkt kommt nach Eimke!

Ein Jahr haben wir ausgesetzt, doch nun ist es amtlich:
Der Gerdautaler Bauernmarkt wird am 20. August 2017 in Eimke stattfinden.
Bereits seit 20 Jahren ist es gute Tradition, dass dieser Markt in wechselnden Orten des Gerdautals Land, Leute und Produkte der Region präsentiert.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm findet seinen Höhepunkt in der Wahl der „Gerdautaler Wacholderkönigin“. 

Mehrere Kandidatinnen treten unter den Augen der Jury und des Publikums gegeneinander an und haben
einige Aufgaben zu bewältigen. Die neue Wacholderkönigin wird die Region auf verschiedensten Veranstaltungen repräsentieren.
Auf dem Markt werden Produkte aus der landwirtschaftlichen Erzeugung und Weiterverarbeitung sowie regionaltypisches Kunsthandwerk gezeigt. 

Für das leibliche Wohl sorgen Gastwirte aus dem Gerdautal mit regionalen Köstlichkeiten. Im Landfrauen-Café werden hausgebackene Torten und Kuchen serviert. Auf zahlreiche Besucher freuen sich die Veranstalter unter der Leitung der Dorfgemeinschaft Eimke.

Donnerstag, 24. November 2016

Gemütlich, klein und fein

Adventsmarkt in Gerdau am Ersten Advent läutet Vorweihnachtszeit ein
Am Sonntag, dem 27. November, ist es wieder soweit: Mit dem Ersten Advent beginnt die Vorweihnachtszeit. Auch in diesem Jahr laden die Kirchengemeinde und die Freiwillige Feuerwehr Gerdau herzlich zu ihrem gemütlich-feinem Weihnachtsmarkt rund um die Michaeliskirche. Der Tag beginnt um 11 Uhr mit dem Gottesdienst, anschließend wird der
Markt eröffnet.
Zahlreiche Stände mit den verschiedensten schönen Handarbeiten verführen zum Stöbern. Der Verkaufserlös sowie die Einnahmen der großen Tombola und vom Kuchenbuffet kommen einem Gemeindeprojekt zugute. 
Auch kulinarisch ist vorgesorgt, mit Waffeln, Glühwein und Likör, Bratwurst, Pommes und Mutzenmandeln.
Kinder dürfen sich auf die Weihnachtsbackstube im Kindergarten
freuen. In der Kirche werden schöne Geschichten erzählt und der Weihnachtsmann kommt bestimmt auch vorbei.