Mittwoch, 22. März 2017

Kunst trifft Geschichte

 Unseren ersten Rundgang auf der "Lila Route" haben wir bei bestem Wetter gemeistert. Wir haben uns dafür entschieden, in diesem Jahr den Waldgeschichtspfad zum Kunstpfad werden zu lassen. Es ist eine wunderschöne Tour durch den historischen Schootenwald mit vielen interessanten Informationen zur Geschichte der Region und des Waldes. Wir freuen uns auf viele Mitstreiter, die mit uns gemeinsam
Kunstwerke in der Natur entstehen lassen.
Zusätzlich zur Lila Route möchten wir in diesem Jahr im Haus des Gastes eine kleine Steinausstellung zeigen. Das wird unsere Region noch interessanter machen. Wer mitmachen möchte, kann sich gerne bei Christine Kohnke-Löbert, Tel. 0176 958 444 23, melden. Anfang April treffen wir uns wieder im Dorfcafé in Hösseringen bei Mila Schrader, die dann bestimmt auch
schöne Ostersachen im Angebot hat. Kommt gerne dazu!

Hier kann ein Track von der Route abgerufen werden.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Landart 2017: Wir sind dabei

Unser erstes Treffen bei Mila Schrader im Dorfcafé Hösseringen war gut besucht. Danke an alle, die gekommen sind - der große Tisch war fast zu klein für unsere schöne Runde. Wir möchten wieder dabei sein und die Landart 2017 diesmal entlang des Waldgeschichtspfades Hösseringen gestalten. Wir freuen uns, dass wir neue Mitstreiter begrüßen konnten, die unsere Route inhaltlich und musikalisch bereichern werden. Die Eröffnung soll am Freitag, 9. Juni 16.30 Uhr stattfinden, gerne vor Ort im Schootenwald. Um uns die Route gemeinsam anzuschauen, treffen wir uns am Sonnabend, dem 4. März um 14 Uhr am Museumsdorf. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Der Waldgeschichtspfad Schooten
Einen Spaziergang durch die Waldgeschichte unternehmen: Das verspricht der drei Kilometer lange Waldgeschichtspfad Schooten. An zehn Stationen lädt der familienfreundliche Rundweg ein, nicht nur Flora und Fauna kennen zu lernen, sondern insbesondere die Auswirkungen menschlichen Tuns auf den Wald.
Der Schootenwald bei Hösseringen steht schon, seit es in unserer Region Wälder gibt, also seit ungefähr 10 000 Jahren. Mit dem Sesshaftwerden des Menschen vor etwa 5000 Jahren begann auch deren Einfluss auf den Wald: Flächen wurden für Ackerland gerodet, Brenn- und Bauholz wurde entnommen, das Vieh im Wald gehütet.
Auf dem Waldgeschichtspfad lässt sich die wechselhafte Geschichte des Waldes in Norddeutschland gut nachvollziehen. Da geht es um Aufforstung und um die Probleme des Waldes in unserer heutigen Zeit, um Streugewinnung und einsame, längst vergessene Wegeverbindungen. Der Wanderer erfährt, was es mit dem Schootenwall auf sich hat und vieles mehr. Und auf seinem Weg durch den Schooten wird er sicher ofmals ins Schmunzeln geraten: Die lustigen Cartoons von Wolf-Rüdiger Marunde mit dem Wildschwein „Sudl“ lassen auch dem ernsthaftesten Thema eine lustige Seite abgewinnen.
Der Waldgeschichtspfad beginnt und endet am Parkplatz des Museumsdorfes Hösseringen.

Dienstag, 14. Februar 2017

Wandern durch den Heide-Winter

Der Tourismusverein Suderburger Land lädt traditionell zu seiner Winterwanderung ein, am

Samstag, 18. Februar 2017 ab 13.00 Uhr.

Wir treffen uns am Haus des Gastes in Hösseringen. Von dort aus wandern wir über Räber und Hardausee zum Dorfcafé und genießen die Winterlandschaft. Nach einer etwa dreistündigen Wanderung lassen wir uns es bei Kaffee und Kuchen gut gehen.

Um Anmeldungen bis zum 16. Februar 2017 wird dringend gebeten unter: Tel. 05826-1616 oder unter: info@suderburgerland.de

Montag, 6. Februar 2017

Jubiläum mit Orchester

Musikschule Suderburg feiert 10. Geburtstag 
Ihr zehnjähriges Jubiläum feiert die Musikschule Suderburg mit einem Tag der Offenen Tür am 10. Juni. Im Jahr 2007 hat Kirchenmusiker Jan Kukureit die frühere Tischlerei an der Burgstraße von Familie Chluba übernommen, die ihren Betrieb in einen Neubau im Gewerbegebiet verlegt hatte. Unter anderem Klavier-, Akkordeon- und Orgel-Unterricht und die Blockflöten-Einsteigerkurse bietet Kukureit seitdem an. Aber auch zwei Jungbläsergruppen haben ihren Anfänger-Unterricht hier erhalten, und auch der Suderburger Remigius-Chor hat den Saal schon für Proben genutzt.
Nach einem Start in provisorisch hergerichteten Räumen konnten die Schüler und ihre Familien bei den regelmäßigen Vorspielen bald den Saal des Hauses in Gebrauch nehmen. Mit Peter Büschel und Gary Rushton sind Musikerkollegen für Gitarre und Holzbläser dazugekommen.

Einladung zum Jubiläums-Orchester
Das Jubiläum wird mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 10. Juni gefeiert. Geplant ist dafür ein kleines Orchester aus ehemaligen und aktiven Schülern der Musikschule und Interessierten aus der Region. Zur Mitwirkung eingeladen sind Streicher, Holz- und Blechbläser, Tastenspieler, Gitarristen usw., so daß ein möglichst buntes Jubiläums-Ensemble zusammenkommt. Bis Ende Februar nimmt Jan Kukureit unter Ruf 0 58 26/958 928 oder per Mail info@musikschule-suderburg.de Anmeldungen entgegen. Im Lauf des März stellt er die Noten für fünf sommerliche Lieder zusammen und verschickt sie per Mail oder Post. Der Schwierigkeitsgrad liegt bei einfach bis mittelschwer. An fünf Donnerstagabend ab 19 Uhr wird das gemeinsame Spiel geprobt: 6. April, 27. April, 11. Mai, 1. Juni, 8. Juni. Die Teilnahme ist kostenlos.

Samstag, 4. Februar 2017

Goldene Einhörner für Golddorf-Organisatoren-Team

Monika Neumann und Bernhard Witte auf Lichtmess Bürgerversammlung ausgezeichnet
Zwei Goldene Einhörner hat die Dorfgemeinschaft Böddenstedt alljährlich zu vergeben - und diesmal dürfen die beiden hölzernen Wappentiere sogar ein Jahr lang zusammen bleiben: Sie wurden Monika Neumann und Bernhard Witte im Rahmen der Lichtmess
Bürgerversammlung für ihren Einsatz im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ verliehen. Auch sonst stand die Bürgerversammlung im vollbesetzten Saal in Puck’s Gasthaus ganz im Zeichen des Wettbewerbes. „Gemeinsam haben wir dieses Ziel erreicht, das war und ist gute Teamarbeit und das hat auch die Jury erkannt“, sagte Bernhard
Witte in seinem Rückblick. Nur wenige Tage zuvor waren viele seiner Zuhörer noch gemeinsam in Berlin unterwegs, wo sie ihren großen Tag feierten, die Grüne Woche unsicher machten und mit zwei Reisebussen die Hauptstadt erkundeten. „Der Wettbewerb hat uns zusammen geschweißt und uns schwirren auch schon neue Ideen durch den Kopf. Zehn Jahre dürfe wir nicht mitmachen, aber die jungen Leute
hier im Saal können sich ja schon einmal Gedanken machen“, sagte Ratsherr Hans-Jürgen Drögemüller, der die Veranstaltung moderierte. Doch so ganz abgeschlossen ist die Sache noch nicht und schon bald wartet ein weiteres Event: In der Woche vor Ostern dürfen die Böddenstedter die Auftaktveranstaltung für die neue
Wettbewerbsrunde ausrichten. „Es gelingt ganz wenigen Dörfern, es zweimal zum Golddorf zu schaffen“, gratulierte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff. Und Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz fügte hinzu: „Böddenstedt ist immer etwas besonderes. Erhaltet Euch die gute Dorfgemeinschaft.“
Einen Dankeschön-Sekt gab es für Friederike Kohnke für ihre Layouts und grafischen Arbeiten, die sie im Rahmen des Wettbewerbs kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Ausgezeichnet wurden auch Leo Bodach, „der immer da ist, wenn Unterstützung gebraucht wird“, Klaus Burlatis, der sich verlässlich um die Verpflegung kümmerte, und Karsten Hilmer. „Einer, den wir immer ansprechen konnten, insbesondere wenn starke Maschinen gebraucht wurden“, sagte Hans-Jürgen Drögemüller. Gedankt wurde darüber hinaus Jürgen Dreyer, der dafür sorgt, dass es im Dorf funkt und außerdem Computerkurse für jedermann anbietet, Heinrich Drögemüller jr. für seinen Einsatz für den Posaunenchor, und Ingrid Bauck für ihre unermüdliche und immer fröhliche Mitarbeit. Auch Otfried Dreyer und Walter Schenk wurde Dank ausgesprochen, für die Organisation der Arbeitsgruppe und die Pflege der Streuobstwiese.
Nun müssen die Böddenstedter entscheiden, wo sie ihre Plakette anbringen. Sicher wird sich am Dorfgemeinschaftshaus noch ein Plätzchen finden lassen.
Pastorin Ann-Kathrin Averbeck sprach über den Gottesdienst und die Jahreslosung und zum Schluss sorgte Jürgen Dreyer für Unterhaltung und hier und dort auch für Erheiterung mit einer Reise durch 820 Jahre Böddenstedter Geschichte. Erstmals erwähnt wurde zwar nicht der Ort Böddenstedt selbst, dafür aber das Flurstück Aßbruch im Jahr 1004 im Urkundenbuch des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg. 1197 war es dann aber soweit, Böddenstedt wurde in einer Quelle erstmals namentlich genannt. Gerüchte und Mythen ranken sich um das Adelsgeschlecht, welches vor Jahrhunderten in Böddestedt ansässig war. Auf jeden Fall gab es einen Burchard von Bodenstedt, der um 1220 gelebt hat, angeblich soll es im Ort sogar ein Schloss gegeben haben. Und wer es noch nicht gewusst hat: Die vier Böddenstedter Urfamilien heißen Chors, Stolte, Schulenburg und Hilmer.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Ilse und Jules

Liebe Musikfreunde,

wir freuen uns auf einen Musikkabarett-Abend mit französisch-deutschem Charme in den Räumen der Musikschule: Am Samstag, 11. Februar 2017 (19.30 Uhr) ist das Berliner Schellack-Trio zu Gast im Hörsaal. Erleben Sie Schlager aus den 1930er Jahren wie "Mein kleiner grüner Kaktus" und "Das macht die Berliner Luft". Sopranistin Sumse-Suse Keil, der Violinist Dariusz Blaszkiewicz und der Tastenvirtuose Andreas Wolter entführen ihr Publikum in die Welt der Salonmusik und Tanzbälle.

Karten zu 19 Euro sind im Vorverkauf im Hörsaal oder direkt an der Abendkasse erhältlich:
Tanja und Jan Kukureit
Burgstraße 21 • 29556 Suderburg • www.hörsaal-suderburg.de

Montag, 30. Januar 2017

2800 Dörfler feiern Dorffest in der Hauptstadt - Und Böddenstedt ist mittendrin

Ein Erlebnisbericht von Christine Kohnke-Löbert
„Allet klar, noch’n Dorf“ werden wir von den Parkplatzwächtern am Berliner City Cube empfangen. Echt Berliner Schnauze eben. Tatsächlich hat sich vor unseren beiden Uhlenköper-Bussen auf dem Berliner Messe-Gelände bereits eine Reisebus-Schlange gebildet. Menschenmassen werden
ausgespuckt und lassen den „CityCube“, das zentrale Messe-Gebäude, in dem heute die offizielle Festveranstaltung zum Abschluss des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ stattfindet, ein bisschen wie einen Findling im Ameisenhaufen wirken.
Seit rund acht Stunden sind wir bereits unterwegs, das Hotel ist bezogen und eine kleine Spritztour durch Berlin haben uns unsere beiden Busfahrer auch schon
spendiert. Doch die Vorfreude lässt keine Müdigkeit aufkommen. Schließlich ist heute unser großer Tag, also nichts wie hinein ins Getümmel! Doch halt, erst einmal müssen wir ordnungsgemäß einchecken. Ohne weißes Armbändchen für jeden Teilnehmer läuft hier gar nichts, schließlich soll es am späteren Abend ja noch Freibier und mehr geben. Die Bändchen müssen unsere beiden „Chefs“
Monika Neumann und Bernhard Witte allerdings erst einmal auftreiben. Inzwischen sind auch unser Landrat Dr. Blume und Joachim Partzsch vom Landkreis Uelzen zu uns gestoßen. Beide haben uns im Wettbewerb zur Seite gestanden und und wir freuen uns, dass sie diesen Tag mit uns verbringen werden. Bürgermeister Hans-Hermann Hoff ist gemeinsam mit uns im Bus angereist und wird mit Bernhard Witte einen Tag länger in
Berlin bleiben. Die beiden dürfen den Bundespräsidenten besuchen.
Im großen Saal des CityCube dehnen sich die langen Tischreihen schier unübersehbar aus. Es herrscht emsiges Gewusel, denn immerhin 2800 Menschen aus ganz Deutschland haben sich zusammengefunden, um miteinander ihren Erfolg im Dorfwettbewerb zu feiern. Und während Dr. Löbert noch eine Gruppe bayerischer Schuhpladdler berät, wie das mit dem Pfeiferauchen richtig gehandhabt wird, haben wir unsere Tische gefunden. Nun wird es ernst. Dr. Reinhard Kubat, Vorsitzender der Bundesbewertungskommission, hält die Festrede. 2400 Dörfer haben sich vor zwei Jahren aufgemacht, um auf ihrem Weg in die Zukunft eine kleine Wegstrecke lang miteinander zu wetteifern. 33 von ihnen haben es bis in die Endrunde geschafft und dürfen an diesem Tag Bronze, Gold und Silber mit nach Hause nehmen. Aber eigentlich ist es ganz egal, welche Farbe die Urkunde hat, was zählt, ist der gemeinsame Weg, der mit der Teilnahme am Wettbewerb eingeschlagen wurde. Und der hat jedes der 2400 Dörfer reicher gemacht, auch diejenigen, die es nicht bis in die Endrunde geschafft haben. Für uns Böddenstedter ist es nach unserem ersten Erfolg im Jahr 1990 das zweite Mal, dass wir uns „Golddorf“ nennen dürfen. Da sind wir schon stolz!
„Wir verstehen uns als Speerspitze für den ländlichen Raum, der es verdient, in der Politik mehr wahrgenommen zu werden“, sagte Reinhard Kubat und betonte: „Wir brauchen uns vor dem Leben in den Großstädten nicht zu verbergen.“ So passte es, dass 2800 Dörfler an diesem Tag in der Hauptstadt ein rauschendes Dorffest feierten.
Zuvor aber überreichte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Urkunden und er hatte für jeden Ort ein paar ganz individuelle Grußworte mitgebracht. „Sie haben das Schicksal ihres Dorfes selbst in die Hand genommen. Dieses bürgerschaftliche Engagement brauchen wir, so, wie eine Pflanze Wasser zum Leben braucht“, sagte er und betonte: „Dieser Wettbewerb bleibt wichtig, denn oft stößt er eine Eigendynamik an, die den Rahmen des Wettbewerbs durchbricht.“ Zwischen den Grußworten boten Gruppen aus den Dörfern ein vielfältiges Kulturprogramm und das war nur gut, denn bei 33 Siegerdörfern dehnte sich die Zeremonie ein wenig. Dann aber wurde ausgelassen bis in die Nacht gefeiert. Und all diejenigen, die nicht dabei sein konnten, können am kommenden Sonnabend auf unserer Lichtmess-Bürgerversammlung eine Zusammenfassung hören.