Sonntag, 27. Juli 2014

In der Marmeladenküche


Die ersten Brombeeren sind reif! Auf dem Grundstück sind sie ja nicht nur ein Grund zur Freude, weil sie wie verrückt wuchern und dabei äußerst wehrhafte Pflanzen sind. Kein Wunder, dass Brombeersträucher früher auch zur Befestigung von Landwehren verwendet worden sind.
Aber wenn die dicken schwarzen Früchte reifen, dann freuen wir uns
doch jedes Jahr. Sie sind so vielseitig verwendbar und man hat sehr lange etwas von ihnen. Denn Brombeeren reifen nicht auf einmal, sondern nach und nach. Wir haben gestern jedenfalls heldenhaft den spitzen Dornen Widerstand geleistet und einen ganzen Eimer voll geerntet. Damit ging es ab in die Marmeladenküche. Mehr als zwei
Kilo sagte unsere alte Küchenwaage, nur gut, dass wir vorher noch schnell zwei Tüten Zucker eingekauft haben. Das einfachste Rezept ist, Zucker und Früchte eins zu eins zu mischen und die Masse so lange köcheln zu lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dabei muss man aber ziemlich aufpassen, denn warm ist die
Marmelade viel dünner, als in erkaltetem Zustand. Ich hab auch schon ziemlich harten Aufstrich produziert. Eine Katastrophe ist das aber nicht, denn man kann auch diesen leicht wieder verdünnen.
Wem die Kocherei, die mit normalem Zucker einige Stunden dauert, zu zeitaufwendig ist, der kann auch zu Gelierzucker greifen, so wie wir es gestern getan haben. Den gibt es sogar hier aus Uelzen, von Nordzucker. Gelierzucker ist
Pektin, ein pflanzliches Dickungsmittel zugesetzt. Auf diese Weise braucht es nur einige Minuten Kochzeit und schon kann die heiße Masse in Gläser gefüllt werden.
Hmmm, es geht doch nichts über selbstgekochte Marmelade aus selbst gepflückten Früchten, die noch dazu ganz ohne Konservierungsstoffe auskommt!

Donnerstag, 24. Juli 2014

Was grünt und blüht am Wegesrand

Zu einer Kräuter- und Schmetterlingswanderung entlang des alten Suderburger Weges mit "Kräuterhexe" Manuela Arndt und Dr. Helga Göttsche vom BUND-Vorstand Uelzen brach kürzlich eine kleine Gruppe Naturinteressierter auf. Der alte Pflasterweg, der in Richtung Bahnlinie verläuft und die alte Verbindung zwischen Böddenstedt und Suderbug
ist, hat naturkundlich eine Menge zu bieten, auch wenn der Pflanzenbewuchs auf den ersten Blick unscheinbar erscheint. Man muss nur wissen, was mit den wilden Pflanzen und Kräutern anzufangen ist und welche Schmetterlingsarten hier heimisch sind. Gerade jetzt im Sommer sollten die Wegeseitenräume nach Möglichkeit nicht gemäht werden, denn die Insekten und Schmetterlinge
brauchen die blühenden Pflanzen, sonst verhungern sie und es fehlt ihnen die Möglichkeit der Eiablage.
Die Wanderer entdeckten unterwegs unter anderem das gelbe Jakobskraut (Jakosbskreuzkraut), das seit Jahren wegen seines Giftgehaltes in den Medien verteufelt wird. Tiere kennen das Kraut, wenn sie es auf frischer Weide finden, und meiden es.
Gefährlich ist es allerdings im Heu, denn dann erkennen die Tiere die Gefahr nicht mehr und können schwere Vergiftungen davon tragen.
Auch Rainfarn, Spitzwegerich, Herbstlöwenzahn und die Ackerwitwenblume wachsen hier am Wegesrand, einige Pflanzen sollen an dieser Stelle noch vorgestellt werden.
Die Teilnehmer erfuhren darüber hinaus, dass der Dickkopffalter tatsächlich einen "Dickkopf" hat, dass das Waldbrettspiel ein Schmetterling ist und dass die Langhornmotte ihre Eier gerne auf der Ackerwitwenblume ablegt. Alle freuten sich, als plötzlich ein Rebhuhn aufflog. Zwischendurch gab es einen Imbiss mit frischem Brot und Käuterquark. Danke Manuela und Niels! Solche Wanderungen soll es künftig öfters geben!

Infoveranstaltung Trassenplanung Bahn

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Suderburger Landes,

aus aktuellem Anlass laden Bürgermeister Hans-Hermann Hoff sowie Rat und Verwaltung zu einer Infoveranstaltung zum Thema Trassenplanung der Deutschen Bahn - Alternativen zur Y-Trasse ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 30. Juli um 19.30 Uhr im Landgasthaus "Puck" in Böddentedt statt. Ich hatte im Böddenstedter Blog schon einmal Unterlagen zum Download eingestellt, hier noch einmal der Link für alle, die sich im Vorfeld informieren möchten. Infos zu Details sind allerdings rar, denn die Bahn hält sich damit noch sehr bedeckt. Am 25. September wird dann eine große Infoveranstaltung der Bahn in Uelzen stattfinden.

Christine Kohnke-Löbert

Montag, 21. Juli 2014

Pack die Badehose ein...

...nimm dein kleines Schwesterlein 
und dann nichts wie raus zum Hardausee!

Bei dem Wetter abends kurz mal reinspringen, abkühlen und ein paar Runden schwimmen, das gehört bei uns zum Sommer dazu. Wir machen das so oft es geht, haben wir doch den Hardausee direkt vor der Haustür.

Am Sandstrand kann man natürlich auch wunderbar einen ganzen Tag verbringen, hier gibt es Spielmöglichkeiten für die Kinder und wenn der kleine oder große Hunger droht - bei Düvers am Kiosk ist bestens für Verpflegung gesorgt.

Gleich nebenan liegt der schöne Campingplatz der Familie Köllner - der Badeurlaub für die ganze Familie ist also gesichert.

Was meint ihr - kann der Jahrhundertsommer kommen? Wir in Niedersachsen warten jedenfalls schon sehnsüchtig auf die Ferien.
Und Momo hat am Hundestrand schon mal das Wasser gekostet.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Auf der Kutsche durch die Heide

Das sieht man auch bei uns im Suderburger Land nicht so oft: Eine Pferdekutsche auf dem Weg durch die Heide.
Pferdezüchter Dirk Kassebaum fährt mit seiner Tochter per Zweispänner durch die neue Streuobstanlage zwischen Suderburg und Räber.
"Wir müssen üben" erklärt Kassebaum, "die Pferde müssen sich an den Straßenverkehr gewöhnen."
Und das Fohlen ist auch dabei und lernt von den beiden Großen.
Die alte Pflasterstraße ist auf diesem Wegabschnitt im Original erhalten. Der Sandweg ist für den Sommer und schont die Beine der Pferde, der Steinweg ist mit Feldsteinen befestigt  und wurde im Herbst und Winter benutzt. Ein schönes Bild, dass an vergangene Zeiten erinnert.

Text und Fotos: Thomas Dorschner