Donnerstag, 28. Juli 2016

War Caveman ein Künstler?

Eine Reise zu den Anfängen der Kunst

Wann begannen Menschen, Kunst zu machen? Welche Antworten geben darauf die faszinierenden Funde der Steinzeit in den Höhlen in Deutschland, Frankreich und Spanien? Und welche Nachweise gibt es über das Leben des Menschen der Alt- und Mittelsteinzeit in unserer Region? Fragen wie diesen geht die Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land, Christine Kohnke-Löbert in ihrem Vortrag „War Caveman ein Künstler? Eine Reise zu den Anfängen der Kunst“ am Mittwoch, dem 3. August ab 19 Uhr im Haus des Gastes in Hösseringen nach.

Löwenmensch von Hohlenstein Stadel,
ca. 33.000 Jahre alt

Die Frage nach der Kunst in der Urgesellschaft fragt nach dem Wesen der Kunst überhaupt. Bis heute wissen wir nicht, was Menschen dazu brachte, sich künstlerisch zu artikulieren und welche Vorstellungen sie mit ihren faszinierenden Malereien, Schnitzereien und Skulpturen verbanden. Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Kunst der Urgesellschaft gänzlich unbekannt. Die Menschen damals kannten zwar einige Höhlenmalereien, aber sie nahmen sie nicht ernst.

Venus von Hohlefels, ca. 35.000 Jahre alt




Vermutlich musste die „moderne“ Zeit zunächst reif werden für die Erkenntnis, dass unsere Vorfahren bereits vor Tausenden von Jahren wunderbare Kunstwerke schufen und bereits Musikinstrumente herstellten. Eine Sensation waren die Funde in den Karsthöhlen bei Ulm, die vor wenigen Jahren bekannt geworden sind. Einige davon sollen an diesem Abend vorgestellt werden und auch eine Kostprobe der ältesten Musik der Menschheitsgeschichte wird zu hören sein.

Es gibt einen kleinen Imbiss, der Eintritt ist frei.

Wer an diesem Tag nicht kann, hat am Mittwoch, dem 17. August ab 20 Uhr noch einmal die Gelegenheit, diesen Vortrag zu hören. Dann im Historischen Speicher in Bohlsen.

Sonntag, 17. Juli 2016

Heideblütentest: Es geht los!



Gestern haben Momo und ich den Heideblütentest gemacht. Fazit: Es geht los!


Die Besenheide beginnt zu blühen. An sonnigen Standorten haben die zarten lila Blüen bereits ihre kleinen Glöckchen ausbebildet, und auf den großen Flächen werden die Farbkleckse immer größer.


Ein wenig schneller als die Besenheide ist ihre schöne Schwester, die Glockenheide. Auch diese blüht in der Ellerndorfer Heide an vielen Standorten. Glockenheide benötigt feuchtere Standorte und ist wegen der Entwässerungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren immer seltener geworden. In Ellerndorf aber blüht sie derzeit in voller Pracht.


Sehr zur Freude der Schmetterlinge und der vielen anderen Insekten, die hier Nahrung finden. Die Heidebienen sind allerdings noch nicht vor Ort, sie warten noch darauf, dass die Heideblüte richtig loslegt. Die Heide sieht jetzt jeden Tag anders aus. Kommt und überzeugt Euch auch davon!

Mittwoch, 13. Juli 2016

Es war einmal...

Märchen im Mondschein
Eine märchenhafte Mondscheinwanderung durch die Ellerndorfer Heide mit Gästeführerin Hannelore Behrens und Märchenerzählerin Angelika Brandtfindet am Freitag, dem 15. Juli ab 20.30 Uhr statt.
Genießen Sie die faszinierende Kulisse der langsam in Dunkelheit versinkenden Heidelandschaft und reisen Sie mit uns in die Welt der Märchen.
Treff am Parkplatz Ellerndorfer Wacholderheide, Anmeldungen unter 05808 / 429, Kosten Erw. 6 Euro, Kinder 3 Euro.

Dienstag, 12. Juli 2016

Die Esel sind wieder los!

Unterwegs mit Joschi, Leopold, Clemens und Lotte

Eine Eselwanderung für Kinder und Eltern bietet der Erlebnisbauernhof Constien am Dienstag, 19. Juli von 14 bis 16 Uhr an. Aufgeht es mit unseren Eseln Joschi, Leopold, Clemens und Lotte zu einer Wanderung durch das schöne Gerdautal. Wir
durchqueren Wald, Wiesen und Felder wo es einiges zu entdecken gibt. Auf der Wanderung können Kinder die Esel reiten und führen. Unterwegs gibt es Muffins und Landlimo.

Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: 2 Std.
Kosten: 8 Euro pro Nase.


Treff: Erlebnisbauernhof Constien, Kattenstraße 1, 29581 Bargfeld. Anmeldungen dringend erforderlich bis einen Tag vorher und verbindlich bei Touristinfo Suderburger Land, Telefon: 05826/1616 ( Mo. Bis Fr., 9 Uhr bis 12.00 Uhr) oder info@suderburgerland.de

Aus der Provinz in die Hansestadt

Ausstellung „Rückschau: Landart in Hösseringen“ im Uelzener Hundertwasser-Bahnhof

Mehr als 30 Bilder von Kunstwerken, die 2015 im Rahmen des Projektes „Landart“ in der Natur rund um Uelzen entstanden waren, sind seit gestern im Restaurant „Lässig“ im Uelzener Hundertwasser-Bahnhof zu sehen. Die Fotos dokumentieren die sogenannte „Lila Route“, eine von mehreren Kunstrouten, die damals im gesamten
Kreisgebiet aufgebaut worden sind. Die Lila Route verband den historischen Ortskern von Hösseringen mit dem Museumsdorf. Beginnend am Mühlenteich wurde die Straße „Hinter den Höfen“ zur kleinen Kunstmeile, die sich außerhalb des Dorfes entlang des Hardautales weiter bis zum Museumsdorf und der angrenzenden Heidefläche erstreckte. Am Aufbau der Route hatten sich viele Hösseringer, aber auch Mitstreiter aus dem
umliegenden Orten und dem Landkreis Celle beteiligt, unter ihnen Bernd Roggemann, der die Route fotografisch dokumentierte. Aus seinen und weiteren Fotos entstand im Frühjahr die Fotoausstellung „Rückschau: Landart in Hösseringen“, die nun einen Sommer lang in Uelzen zu sehen ist. „Wir freuen uns und sind dankbar, dass wir mit unserer Ausstellung von Suderburg und Hösseringen aus nun auch in die Kreisstadt Uelzen kommen dürfen“, so die Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land, Christine Kohnke-Löbert. „Mit unsereren Arbeiten haben wir, ebenso wie jetzt mit dieser Ausstellung, Verbindungen geschaffen. Räumliche Verbindungen, aber auch Verbindungen zwischen Institutionen und nicht zuletzt zwischen Menschen.“

Suderburgs Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, freute sich über den Kunst-Export aus der Provinz in die Hansestadt und schlug den Bogen zur Wiesenbauschule, die ihr Wissen ja auch aus dem ländlichen Raum in die Welt exportiert.

Auch der „Wolfsflüsterer“, eine Installation der Ateliergemeinschaft „Stahl & Farbe“, die zuvor auf der großen Wiese in Suderburg auf die dortige Ausstellung aufmerksam gemacht hatte, zog mit dem Bildern ins „Lässig“ um. Gezeigt wird zudem eine Skulptur von Irmgard Calbow.

Mit der aktuellen Schau geht der Verein ÖkoRegio bereits ins 5. Ausstellungs-Jahr im Lässig. „Wir hatten ganz unterschiedliche Künstler zu Gast – naive und abstrakte, akademische und komplizierte“, so die Vereinsvorsitzende Brigitte Vollmer, die sich über die „unkomplizierten Künstler“ und den fröhlichen Ausstellungsaufbau mit vielen helfenden Händen freute. Landart-Organisatorin Katja Schaefer-Andrae nutzte zudem die Gelegenheit, um die kommende Landart, die im Juni 2017 im Kreis Uelzen starten wird, anzukündigen.

Die Ausstellung „Rückschau: Landart in Hösseringen“ ist bis zum 2. Oktober im Restaurant „Lässig“ im Hundertwasser-Bahnhof Uelzen zu sehen.

Montag, 11. Juli 2016

Kommt zur Heidelbeeren-Ernte!

Frisch, lecker und gesund – Müllers Heidelbeeren aus Gr. Süstedt
Saisonstart an diesem Wochenende


Für viele Menschen gehören zum Hochsommer süße pralle Heidelbeeren. Es ist aber gar nicht so einfach, die blauen Früchtchen in freier Natur zu finden. Wie gut, dass man sie direkt beim Bauern kaufen oder sogar selbst pflücken kann. In Verhorn bei Linden im Landkreis Uelzen öffnet Familie Müller ihre Plantage für Selbstpflücker ab dem 12. Juli (Di-So 9-17 Uhr) und ihren Hofladen bereits ab diesem Sonntag, 10. Juli (täglich 10-18 Uhr). Dort gibt es frisch gepflückte Heidelbeeren und Heidelbeerleckereien wie Marmelade, Saft, Wein und Honig. Die Saison geht vrsl. bis Anfang September. Im Gegensatz zu den wilden Früchten färben Kulturheidelbeeren übrigens nicht ab: die Zähne bleiben weiß!

Hauke und Henrieke Müller mit Tochter Hanna
haben den Heidelbeeranbau in Gr. Süstedt von
Familie Dräger (l.) übernommen.

Seit dem Frühjahr 2016 stehen hinter dem Heidelbeeranbau in Gr. Süstedt Henrieke und Hauke Müller. Den Betrieb hat das junge Ehepaar von Familie Dräger übernommen, die 1986 die Plantage mit Hofverkauf aufgebaut und bis 2015 erfolgreich betrieben haben. Seit 2005 ist die Plantage offiziell qualitätszertifiziert – mit QS-GAP & QS-Prüfzeichen für Obst – und seit 2016 Mitglied der Kooperation „die blauen Höfe“. Hier gibt es hochwertige Ware direkt vom Erzeuger!

Die gelernte Erzieherin Henrieke Müller hat schon als Schülerin bei Heidelbeeranbauer Ulrich Dräger gejobbt und in die Abläufe der Heidelbeersaison reingeschnuppert. Hauke Müller, von Beruf Agrar-Betriebswirt, hat Erfahrungen auf landwirtschaftlichen Betrieben und in einem Forstunternehmen gesammelt. Auf dem elterlichen Hof wurden Drägers Heidelbeeren verpackt. Beide haben Gefallen an dem Thema „Heidelbeere“ gefunden und vermarkten nun selbst zwei Plantagen mit Hofverkauf – die in Verhorn im Landkreis Uelzen und eine zweite in Hützel bei Bispingen.

Heidelbeeren gehören übrigens zum Wertvollsten, was der Obststand zu bieten hat: Sie sind lecker und sie stecken voller kostbarer Biostoffe, die das Immunsystem schützen und stärken. Schon seit dem Mittelalter wird die Heidelbeere als Heilpflanze, unter anderem bei leichten Verdauungsproblemen, geschätzt. Die Früchte enthalten zudem Eisen, Kalium, Vitamin C und E, Beta-Carotin, Folsäure und Zink und sollen sogar Altersfalten vorbeugen. Figurschonend sind sie dank weniger Kalorien auch noch.

Mehr Infos, z.B. Pflücktermine (ab 12. Juli), Adressen der Plantagen und Hofläden (Verkauf ab 10. Juli), Wissenswertes rund um die Heidelbeere, süße Rezepte und mehr auf www.muellers-heidelbeeren.de

Text und Fotos: Sarah Schulz

Montag, 4. Juli 2016

Lila Landart geht ins Lässig!

Fotoausstellung wird am 10. Juli eröffnet

Die „Lila Landart“ geht ins Lässig! Die Ausstellung „Rückschau: Landart in Hösseringen“, eine fotografische Dokumentation der Objekte und Installationen der Lila Landart-Route, wird ab dem 10. Juli im Restaurant „Lässig“ im
Uelzener Hundertwasser-Bahnhof gezeigt. „Wir freuen uns, dass unsere Bilder und Objekte nach der erfoglreichen Ausstellung in Suderburg nun auch in Uelzen gezeigt werden können“, so die Vorsitzende des Tourismusvereins Suderburger Land, Christine Kohnke-Löbert. Möglich wird die Schau dank der Bereitschaft des
Vereins ÖKORegio, der die Ausstellungen im „Lässig“ koordiniert, den Hösseringern hier Gelegenheit zur Präsentation zu bieten. Zirka 30 Bilder mit Motiven der „Lila Route“ und zwei Installationen werden bis Mitte September zu sehen sein.

Die "Lila Route“ wurde im vorigen Jahr im Rahmen des kreisweiten Projektes "Landart" zwischen dem Ortskern Hösseringen und dem Museumsdorf künstlerisch gestaltet. 31 Stationen waren am Mühlenteich, an den Grundstücken und am Wald- und Wegesrand entlang des Hardautales entstanden und verbanden das Dorf mit der umliegenden Landschaft auf künstlerische Weise. „Die jetzige Ausstellung bietet eine fotografische Rückschau darauf, so wie es dem Landart-Gedanken entspricht“, so Katja Schaefer-Andrae, die die Landart im Landkreis Uelzen ins Leben gerufen hat und koordiniert. Die daraus erwachsene Foto-Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk all derer, die sich an der Lila Route beteiligt hatten.

Anhand vieler Fotos, die unter anderem von Bernd Roggemann aus Hösseringen geschossen wurden, traf das Landart-Team eine Auswahl der schönsten Motive, die über die Sommerzeit im „Lässig“ zu sehen sein werden. Auch einige der Außenobjekte, die die Schau in Suderburg ergänzt hatten, werden in Uelzen präsentiert.


Die Ausstellung „Rückschau – Landart in Hösseringen“ wird am 10. Juli um 11 Uhr im Restaurant „Lässig“ im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen eröffnet. Interessierte Gäste sind gerne willkommen.