Mittwoch, 5. April 2017

Fledermäuse im Stahlbachtal und vieles mehr

NABU Uelzen stellte Arbeit vor
Der alte Vorstand ist auch der neue: Auf der Jahreshauptversammlung des NABU Kreisverbandes Uelzen, die kürzlich in Klein Süstedt stattfand, standen Wahlen auf der Tagesordnung. Der erste Vorsitzende ist weiterhin Karl-Heinz Köhler, zu seinem Stellvertreter wurde Mirko Kandolf gewählt. Die Kassenführung obliegt Waldemar Golnik und mit der
Schriftführung ist Dieter Kluge betraut. Beisitzer sind Klaus Peiler, im Beirat sind darüber hinaus Caroline Rothe, Lars Wellmann, Alfred Fahldieck, Peter Block, Fritz Kaune, Thomas Dorschner, Michael Walke und neu Rolf Alpers und Thomas Stier vertreten.
In seinem Rückblick konnte der Vorsitzende Karl-Heinz Köhler auf viele Maßnahmen und Aktionen verweisen: So wurden mehr als 600 Nistkästen für Schleiereulen angebracht, und auch für andere Vogelarten wie Kranich, Mauersegler oder Waldkauz wurden Nisthilfen gebaut. Anhand von Beringungen, etwa bei Graureihern, werden die Erkenntnisse über die heimischen Vogelarten kontinuierlich erweitert. Die vom NABU-Mitglied Waldemar Golnik betreuten Trafokästen in verschiedenen Ortes des Landkreises werden inzwischen von vielen Vogelarten als Nistplatz angenommen.
Aber der NABU kümmert sich nicht nur um die Vogelwelt, sondern betreut darüber hinaus Biotope, etwa für Eidechsen, Hornissen und Schmetterlinge. Im Stahbachtal bei Böddenstedt konnte dank Förderung ein Projekt für Fledermäuse umgesetzt werden.
Die Naturerlebnisstätte NEST wird von Caroline Rothe betreut, hier finden regelmäßig Angebote für Schulklassen statt. Im vorigen Jahr wurden hier zudem ein Barfußpfad angelegt und mehrere Kleinbiotope geschaffen. Für das Patengebiet Rambower Moor ist Klaus Peiler zuständig, der dank regelmäßiger Entfernung, insbesondere des Kiefernaufwuchses, für den Erhalt der wertvollen Moorlandschaft sorgt. Wie in allen Arbeitsbereichen des NABU werden auch hier weitere helfende Hände benötigt.
Im Rahmen der Beteiligung an Genehmigungsverfahren nehmen die Vertreter des NABU außerdem als Träger öffentlicher Belange zu Bau- und Planungsprojekten Stellung, aktuell im Rahmen des Regionalen Raumordnungsprogrammes.
Für humorvolle und fachkompetente Unterhaltung sorgten auf dieser Jahreshauptversammlung Regina und Frank Allmer aus Lüneburg, die mehrere Sendungen ihrer Natur-Reihe, die sie regelmäßig für Radio ZuSa produzieren, präsentierten. Ihre Zuhörer erfuhren jede Menge Wissenswertes, etwa über die Köttelgrenze von Stadtkaninchen, das Gebaren der Nashörner in den sozialen Netzwerken oder das besondere Schönheitselixier von Schmutzgeiern. Hinter den witzigen Wortspielen der beiden Naturkenner stecken allerdings immer echte und oft sehr ernste Informationen. So stellten sie die Kulturellen Leistungen von Tieren, etwa Mäusen, die Mitgefühl zeigen und verletzte Artgenossen trösten, heraus und schlossen mit der Erkenntnis, dass „wir Menschen auch nur ganz normale Tiere sind“.

Unterstützung benötigen die NABU-Vertreter insbesondere bei der Betreuung von Schleiereulen. Wer sich hier engagieren möchte, kann sich bei Waldemar Golnik unter 05828 409 melden. Darüber hinaus bittet der NABU um Informationen über Straßen im Landkreis, an denen Amphibien überfahren werden. Dort können Zäune aufgestellt werden, die dann vor Ort betreut werden.
Den Vogel des Jahres ist übrigens der Waldkauz, er wurde von Mirko Kandolf vorgestellt.

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