Donnerstag, 18. Mai 2017

Radtour zur Rieselwiese

Das "Rieselwasser" sammelt sich.
Wir freuen uns, dass wir auch in der vierten Runde an den "Tagen der Industriekultur" in der Metropolregion Hamburg teilnehmen! Aus diesem Anlass bietet der Tourismusverein Suderburger Land am Sonntag, dem 18. Juni eine Radtour entlang des kulturhistorischen Wassererlebnispfades. Vom Bahnhof Uelzen geht es bis zum Hardausee bei Hösseringen, vorbei an den riesigen Findlingen, die als
Öffnen des Stauwehres am Olmsbach.
Gedenksteine der Wiesenbauschule dienen, und bis zur Rieselwiese bei Suderburg. Für die Rekonstruktion dieser Rieselwiese entstand nicht weit von der Mündung des Olmsbaches in die Hardau ein Stauwehr. Wird es geöffnet, fließt das Wasser über die Wiesenfläche mit den typischen Rücken und demonstriert, wie die Bewässerungsanlagen des "Suderburger Rückenbaus" funktionierten. Diese Technik wurde
Rieselwiesen am Festenberg am Ortsausgang
von Suderburg nach Räber.
im 19. Jahrhundert in Suderburg entwickelt und fand schnell weite Verbreitung in Norddeutschland. Das Hardautal war über einen Zeitraum von etwa 100 Jahren von der Quelle an flächendeckend mit Rieselwiesen bebaut. Der Aufwand lohnte sich, denn durch die Berieselung konnten die Bauern mehr und qualitativ hochwertigeres Heu ernten. Gründe dafür waren die düngende Wirkung des Rieselwassers, die verbesserte Entwässerung durch die schmalen Gräben zwischen den Rücken und die Verlängerung der Vegetationsperiode im Frühjahr, wenn das herabrieselnde Wasser wärmer als die Luft ist. Um 1950 endete diese Form der Wiesenbewirtschaftung, da der Arbeitsaufwand sehr hoch war und zunehmend Maschinen in der Landwirtschaft eingesetzt wurden.
Im Zuge des Rieselwiesenbaues wurde die Hardau im 19. Jahrhundert erstmals begradigt, ein weiteres Mal dann 1953. Durch die Begradigungen gewannen die Landwirte zusammenhängende Fläche, die besser nutzbar waren. Allerdings floss das Wasser nun schneller ab und schwemmte mehr Sand ab, der sich im Unterlauf ablagerte. Das führte um 1850 zum Zusammenbruch der Perlmuschelbestände. Weitere Informationen sind entlang des kulturhistorischen Wassererlebnispfades zu entdecken. 

Treff ist am 18. Juni um 11 Uhr an der Stadt- und Touristinformation in Uelzen, Herzogenplatz 2. Die Tour dauert bis gegen 15 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. 

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